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Hilferuf erhört   3 comments

Tatsächlich! Binnen kürzester Zeit wurde mein Hilferuf erhört! Als meine liebe Freundin Paradalis mich aus Chemnitz besuchen kam, hatte sie ein großes Paket dabei. Ich hatte keine Ahnung, was sie mir da mitgebracht haben könnte.

Dann die absolute Überraschung: Sie hatte so lange alle Zoohandlungen rund um Chemnitz abgeklappert und abtelefoniert, bis sie endlich fündig geworden ist. Und zwar hier.

Nun ist mein Bestand an kleinen, süßen Heterandria Formosa, auch Zwergkärpflinge genannt, von nur noch einem einzigen auf 13 angewachsen. Und die haben sich sofort bestens in meinem „Sechser“ eingelebt und dürfen sich nun fleißig vermehren.

Heterandria mit Spiegelbild

Im Einklang mit den Red Fire

Gruppenbild mit Dame

Ein großer Dank dafür, dass ich meine Lieblinge nun wieder in großer Zahl pflegen darf, geht an Tropicus und natürlich ganz besonders an meine liebe (kleine, süße) Freundin!

Derart fröhlich bin ich dann heute auch bei meinem Rostocker Zoohändler fündig geworden und nun wohnt auch dieser prachtvolle Prachtkärpfling Lopez mit seinen beiden Weibchen in meinem „Mini“. Lopez trägt seinen Namen artgerecht (Kap Lopez), seine beiden Damen müssen mir ihre noch verraten.

Lopez, der Kap Lopez

Übrigens hat sich eines der beiden Weibchen sofort in der künstlichen Schneckenhöhle häuslich eingerichtet.

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Das Problem mit den Zwergkärpflingen, die mit lateinischem Namen Heterandria Formosa heißen, ist, dass sie verdammt klein sind. Zwerge eben. Sie gehören zu den kleinsten Fischen der Welt, damit zu den kleinsten Wirbeltieren überhaupt. Nur der Umstand, dass die Weibchen mit etwa 3,5 -4 cm Länge deutlich größer sind als die Männchen, die es meist nur auf 2 cm oder weniger bringen, macht es nicht ganz so unglaublich, dass diese Winzlinge lebende Junge zur Welt bringen, ja, dass die Weibchen sogar quasi ständig Jungtiere verschiedener Entwicklungsstadien im Leib tragen.

Das zweite Problem mit den Zwergkärpflingen ist, dass sie mit ihrer grauen Färbung und dem schwarzen Streifen erstaunlich gut getarnt sind. Und das dritte Problem beschreibt Wikipedia so:

„Der Zwergkärpfling liebt enge Strukturen, seien es die Zwischenräume von stark verkrautenden Pflanzen oder Spalten zwischen Steinen – erstere aber bevorzugt.“

All diese Probleme vereinen sich zu einem: Sie mit der Fotokamera zu erwischen, sodass man auf dem späteren Bild auch etwas von ihnen zu sehen bekommt, ist verdammt schwierig.

Aktuell kommt ein weiteres Problem dazu: Die Population der Tiere unterliegt starken Schwankungen, denn wie alle Lebendgebärenden vermehren sich die Fische zunächst rapide, ihr Bestand nimmt aber mit der Zeit beinahe ebenso schnell wieder ab, was auf Inzucht zurückzuführen ist.

Leider gibt es kaum eine Zoohandlung, die Heterandria Formosa dauerhaft im Angebot hat oder sie auch nur in einem annehmbaren Zeitraum bestellen kann. Daher herrscht zur Zeit bei mir eine akute Zwergkärpflingskrise und ich hoffe, dass mein Händler (der leider auch noch ein bisschen vergesslich ist), mir bald neue Exemplare anbieten kann.

Wer mehr über diese hoch interessante Fische erfahren will, findet auf Wikipedia einen recht umfangreichen Artikel.

Gestern ist es mir nun nach unzähligen Versuchen gelungen, zwei Männchen zu fotografieren und ein Bild zu erhalten, das auch wirklich ein bisschen was hergibt:

Hetreandria Formosa: Zwei Männchen